Battlefield



30cm x 24cm

Silbergelatine - Baryt - Handabzug


2014




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Die Umgebung des Spiels Battlefield besteht aus allzeit online verfügbaren Maps – die virtuelle Welt existiert also unabhängig von der Anwesenheit von Spielern in derselben. Innerhalb dieser realitätsnah gestalteten Umgebungen werden dem Spieler verschiedene Möglichkeiten geboten sich aktiv in ein fiktives Kampfgeschehen einzubringen und taktische Manöver zu vollführen


Aus unserem Alltag ist physische Gewalt fast verschwunden. Die Folgen unserer Handlungen sind in der Regel nur stark abstrahiert erfahrbar. Somit wird die virtuelle Umgebung in Battlefield zu einem Ort, an dem wir uns unserer Existenz bewusst werden.


Entstanden in Kooperation mit Christopher Falbe.






Text von June Drevet:

Der Krieg zieht sich als überzeitliche Konstante durch die Menschheitsgeschichte. Allerdings war er noch nie so transparent, so greifbar nahe, zugleich aber in solchem Maße virtuell und hoch technisiert.

Die Arbeiten »1A2« und »Battlefield« von Sebastian Wanke konfrontieren die Besucherinnen und Besucher mit dem aktuellen Umgang der Weltbevölkerung mit dem Thema Krieg. »1A2« zeigt ein Modell eines Kriegspanzers. Auf dem Gelände der »Battle Tank Dismantling GmbH Koch« bei Mühlhausen werden Panzer aus europäischen Armeen zerlegt und zur Wiederverwertung bereit gemacht. An diesem Ort wird Krieg materialisiert und physisch erfahrbar.

»Battlefield« hingegen ist eine Ansammlung von Bildern aus Ego-Shootern. Harun Farocki schreibt zur Vergesellschaftlichung von Krieg durch Computerspiele, dass »die Bilder, mit welchen auf Krieg vorbereitet wird, so sehr den Bildern ähneln, mit denen der Krieg nachbereitet wird. Es gibt allerdings einen Unterschied: [...] Nichts und niemand wirft hier einen Schatten.«

Die Arbeiten nähern sich auf unterschiedlichen Wegen denselben Fragen: Was bleibt unmittelbar in Technik und Politik angesichts der Digitalisierung und Globalisierung? Was bleibt real am Krieg, wenn er nach Deutschland transportiert wird, sei es durch Panzerrücktransport oder durch den Transport von Realität in Computerbilder?



Ausstellungsansicht:


Fotos: Marcus Glahn




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Rechtliches: Das Computerspiel "Battlefield 3" wurde von DICE entwickelt und von Electronic Arts veröffentlicht. Das Spiel wurde als eines der ersten Spiele auf Grundlage der hauseigenen Grafikengine Frostbite 2 entwickelt. Das Kunstprojekt "Battlefield" ist im Rahmen meines Studiums entstanden und verfolgt keine kommerziellen Zwecke.